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Fraunhofer FIRST / Institut

Embedded-Suchtechnologie für Navigations- und Infotainmentsysteme

Mit FlashFind bietet Fraunhofer FIRST Kunden, wie Infotainment- oder Navigationsgeräteherstellern, eine Suchtechnologie an, die konsequent für die Nutzung auf Mobilgeräten angepasst ist und keine Netzwerkverbindung erfordert.

Mittels innovativer Algorithmen und sorgfältiger Optimierung ist die Suchmaschine in der Lage, große Datenmengen zu durchsuchen, zum Beispiel auf Navigationsgeräten gespeichertes Onboard-Kartenmaterial. FlashFind bietet eine komfortable raumbezogene Volltextsuche im „Instant-Modus”, d.h. noch während der Benutzer eine Anfrage eintippt, erscheinen bereits Suchergebnisse. Dabei kann die Anfrage aus einem Wort oder mehreren Wörtern bestehen. Eine spezielle „Suchtaste” entfällt. Auch weitere, im Navigationsbereich übliche, Suchfunktionen werden unterstützt, wie eine konventionelle (hierarchische) Zielauswahl oder die Suche entlang einer Route.

Die Instant-Suche ist ohne Netzwerkverbindung möglich und bietet damit web-äquivalenten Komfort im Offline-Modus. Bei vernetzten Navigationsgeräten (connected navigation) stellt die FlashFind-Technologie sicher, dass die Anzeige von Suchergebnissen immer sofort beginnt, unabhängig von Funklöchern oder Netzwerküberlastungen. Steht eine stabile Netzwerkverbindung (wieder) zur Verfügung, können Suchergebnisse aus dem Web integriert werden.

Die FlashFind-Suchmaschine wurde von Fraunhofer FIRST im Kontext des Future Mobile Navigation Toolkit entwickelt, ist aber separat davon einsetzbar und kann in vorhandene Systeme (und deren Onboard-Datenbanken) integriert werden. Die Technologie steht zur Lizenzierung zur Verfügung, ist frei von Rechten Dritter und ist europa- und weltweit zum Patent angemeldet.

Eine Beispielanwendung demonstriert, wie 13 Millionen Einträge (Straßen, Orte und Sonderziele) einer Westeuropa-Karte (25 Länder) auf einem Smartphone ohne Netzwerkzugriff interaktiv durchsucht werden können.

Neue Funktionalitäten:

  • Phonetische/„unscharfe” Suche: Das System toleriert ein breites Spektrum von Schreibfehlern, ohne deshalb wesentlich mehr Index-Speicherplatz zu benötigen. Trotzdem werden auch mit sehr kurzen Anfragen (wie LEE RD) die gesuchten Ziele weiterhin treffsicher gefunden.
  • Auto-Vervollständigung: FlashFind schlägt für das letzte, erst teilweise eingegebene Wort nach einigen Buchstaben eine (im Kontext der Gesamtanfrage) sinnvolle Vervollständigung vor.
  • Flexible Eingabereihenfolge: Das Eingabeschema ist nicht festgelegt, d.h. der Nutzer kann z.B. zuerst einen Straßennamen und dann die Stadt eintippen oder umgekehrt.
  • Auch Abkürzungen, die keine Wortanfänge sind (wie RD, LN, BLVD) werden akzeptiert.
  • FlashFind wurde mit einer Embedded-Spracherkennungslösung verknüpft.

Kontakt

Thilo Ernst
Abteilung Systemarchitektur

Tel.: +49 (0)30/ 6392-1824
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