Berliner Fahrradtaxi
Matthias Heyde/ Fraunhofer FOKUS

Europäische Strategien für die Mobilität von morgen

News vom 29. Jan. 2015

Die neue EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc diskutierte am 27. Januar mit FOKUS-Institutsleiterin Ina Schieferdecker und den Partnern des Smart-City-Projekts STREETLIFE über die Zukunft städtischer Mobilität und die Strategien der Europäischen Kommission im Bereich Mobility-IT.

Gleisarbeiten an der U-Bahn, Straßenbaumaßnahmen, Staatsbesuche und Demonstrationen – in einer Metropole wie Berlin gibt es viele Faktoren, die den Verkehr beeinflussen. Die schnellste Verbindung von A nach B kann sich von einem Tag auf den nächsten ändern. Im EU-Projekt STREETLIFE entwickelt FOKUS daher gemeinsam mit Partnern ein System, dass Verkehrsinformation und -steuerung in Echtzeit ermöglicht und dabei klimafreundliche Mobilität fördert. Ein erster Pilot wird aktuell in Berlin getestet.

Grund genug für die neue EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, sich am 27. Januar über die Ergebnisse und Potentiale des Projekts live zu informieren. In einem Workshop in der Verkehrsinformationszentrale diskutierte die Kommissarin mit den Projektpartnern und FOKUS-Institutsleiterin Ina Schieferdecker über die Zukunft städtischer Mobilität und die Strategien der Europäischen Kommission im Bereich Mobility-IT. Die Schwerpunkte lägen auf der Schaffung einer paneuropäischen Mobilitätsdatenbasis, der Förderung klimafreundlicher und E-Mobilität sowie der Übertragbarkeit von Best-Practice-Lösungen auf andere europäische und internationale Städte, so Bulc. Vor diesem Hintergrund war der derzeitige Pilotbetrieb der STREETLIFE-Technologie von großem Interesse. Um die Nutzbarkeit der Lösungen unter unterschiedlichen Bedingungen nachzuweisen, wird STREETLIFE neben Berlin auch noch in den Städten Rovereto (Italien) und Tampere (Finnland) pilotiert.

Im Projekt „STREETLIFE“ entwickeln 12 europäische Partner unter Leitung von Fraunhofer FOKUS eine Architektur für klimafreundliche urbane Mobilität. Echtzeitdaten aus unterschiedlichen Quellen (Verkehrs-, Umwelt-, Veranstaltungsdaten u.v.m.) werden integriert und in einem Control Panel für Verkehrsmanagement-Zentralen aufbereitet. Auch der Öffentlichkeit werden die Daten durch Routenplaner-Apps zugänglich gemacht. Durch das Aufzeigen multimodaler und situationsgerechter Mobilitätslösungen wird die Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel wie Fahrrad und öffentlicher Verkehr erhöht und der CO2-Ausstoß in Städten gesenkt.