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KITA-Workshop: Experten wünschen sich stärkere Kooperation im Bildungsbereich

News vom 19. Mai 2014

Bei der Anmeldung von Kindern für einen Kita-Platz werden elektronische Lösungen immer wichtiger. Am 14. Mai 2014 tauschten sich Experten aus Theorie und Praxis über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Kitaplatzverwaltung aus. Dabei stellten die Teilnehmer fest, dass die wesentlichen Herausforderungen nicht im technischen Bereich liegen.

Über 80 IT- und Verwaltungs-Experten trafen sich am Mittwoch, 14. Mai 2014 auf Einladung von Fraunhofer FOKUS und der KGSt in Berlin zur Fachveranstaltung „IT-Lösungen für Geschäftsprozesse der Kindertagesbetreuung: von IT-Fachverfahren zu Kita-Apps“. Verwaltungspraktiker diskutierten mit Herstellern und Forschern anhand verschiedener Fallbeispiele, welche gemeinsamen Herausforderungen die Kommunen in der elektronischen Unterstützung der Kitaplatzverwaltung haben und welche Lösungsansätze es gibt.

Die Teilnehmer kamen überein, dass eine bessere Standardisierung von Schnittstellen wichtig sei, um den bisher schwierigen Datenaustausch zwischen Eltern, Trägern und Verwaltung zu verbessern. Außerdem zeigte sich, dass sich viele Aspekte der Kitaplatzverwaltung auch auf die Schulverwaltung übertragen werden können. Deswegen wurde vorgeschlagen, Schnittstellen für den Datenaustausch für den gesamten Bildungsbereich anzubieten.

Die Abschlussdiskussion klärte, dass die wesentlichen Herausforderungen weniger im technischen, sondern in erster Line im organisatorischen Bereich, also in den Prozessen, liegen. So wurde auch der Wunsch nach einer stärkeren Zusammenarbeit laut.

Veranstalter Lutz Nentwig vom Fraunhofer-Institut FOKUS machte sich daher für die Bildung von Arbeitsgruppen stark: „Es ist wichtig, dass die Community sich heute hier zusammengefunden hat, aber das ist nur der Anfang. Jetzt müssen wir diesen Erfahrungsaustausch verstetigen.“ Fraunhofer FOKUS ruft daher alle Stakeholder zur Mitarbeit an einem gemeinsamen Whitepaper zu dem Thema auf.