CoCo, FOKUS news 2014 Berliner Abgeordnetenhaus smart cities  970*485px
Fraunhofer FOKUS

Politik und Wissenschaft im Dialog bei FOKUS: Die »Smart City«  Berlin braucht braucht vor allem smarte Politik

News vom 09. Apr. 2014

Der Ausschuss für Wirtschaft, Forschung und Technologie des Berliner Abgeordnetenhauses tagte am Montag in Smart-City-Institut FOKUS, um zu beratschlagen, wie der Senat Berlin zur „Smart City“ aufbauen könne und dabei Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen bestmöglich integriert. Im Vorfeld der Sitzung konnten sich die Abgeordneten in den Laboren von Fraunhofer FOKUS bereits ein Bild darüber verschaffen, wie Technologien für smarte Städte konkret funktionieren und welche Konzepte bereitstehen, um von der Politik in den Regelbetrieb geschickt zu werden.

„Die Gesetzgebung ist ein Kompromiss zwischen verschiedenen Parteien und findet erst anschließend ihre Umsetzung in der Technologie. Für eine intelligente Stadt müssen Politik und Forschung deshalb frühzeitig eng zusammenarbeiten“, begrüßte Prof. Radu Popescu-Zeletin den vollen Sitzungssaal nach der Führung durch die Labore. Der Ausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses für Wirtschaft, Forschung und Technologie hatte seine Sitzung zum Thema „Smart City Berlin – Was plant der Senat? Wie bringen sich die Berliner Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen ein?“ dorthin verlegt, wo die Idee der schlauen Stadt bereits gelebt wird: in das Smart-City-Institut FOKUS.

Gemeinsam mit Prof. Andreas Knie vom Innoz und Prof. Gerrit Tamm von der SRH Hochschule Berlin diskutierte Prof. Radu Popescu-Zeletin mit den Abgeordneten darüber, wie die urbanen Teilsysteme einer Stadt – z. B. Umwelt, Energie, Verwaltung oder Mobilität – durch Technologien effizient miteinander verknüpft werden können. Die Wissenschaftler machten klar, dass der Dialog mit der Politik fortgesetzt, die Konzepte aber vor allem schnell in Angriff genommen werden müssten, um Berlins Potenzial nicht zu verspielen. „Die Smart City fällt nicht vom Himmel“, so Prof. Knie, sie sei kein Produkt, sondern ein Prozess, den man gemeinsam mit der Politik etablieren müsse. Dafür brauche die Stadt jetzt eine intelligente Politik und mutige Politiker, so die Experten.

Gemeinsam mit über 15 Abgeordneten ließ sich der Staatssekretär für Wirtschaft, Technologie und Forschung Guido Beermann im Vorfeld der Ausschusssitzung bei Fraunhofer FOKUS das Katastrophenwarnsystem KATWARN, die One-Stop-Government-Plattform "goBerlin" und das Smart Mobility Labor zeigen. Die Abgeordneten konnten sich überzeugen, dass eine ganzheitlich vernetzte Stadt technologisch bereits möglich ist. In der Diskussion mit den wissenschaftlichen Experten wurde deutlich, dass Berlin viel Potenzial und eine ganze Reihe herausragender Smart-City-Projekte hat. Was die Stadt aber braucht, um eine Schlüsselrolle als Referenz-Stadt zu spielen, ist ein deutlich formulierter politischer Wille und ein Bekenntnis zum „Smart City Masterplan“.