SPOCS

Simple Procedures Online for Cross-border Services

01. Mai 2009 bis 31. Dez. 2012

Durch die bis Dezember 2009 in nationales Recht zu überführende europäische Dienstleistungsrichtlinie werden erhebliche Veränderungen auf die öffentliche Verwaltung in allen EU-Mitgliedsstaaten zukommen. Einen besonderen Stellenwert nimmt aus FOKUS-Sicht dabei die Interoperabilität von technischen, semantischen und organisatorischen Aspekten ein. Hierzu wurde von der Europäischen Kommission das Projekt SPOCS initiiert. Es befasst sich mit aktuellen Fragestellungen zur grenzüberschreitenden Interoperabilität im Kontext der europäischen Dienstleistungsrichtlinie. Dabei werden gemeinsame Spezifikationen entwickelt und mittels eines Large Scale Pilots umgesetzt. Kern der Aktivitäten ist die Vernetzung verschiedener Large Scale Pilots und damit die Etablierung einer europaweiten eGovernment Infrastruktur.

Zentrale Punkte von SPOCS sind:

  • Content Syndication,
  • eDocuments,
  • eDelivery,
  • eSafe sowie
  • Interoperable eService Directories.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.eu-spocs.eu.

Pilotierung

Die Pilotierung der SPOCS Building Blocks ist gestartet. Die Piloten zeigen den interoperablen und sicheren Austausch von Informationen und Dokumenten rund um die Verfahren von Geschäftsregistrierungen im Ausland.

Mehr Informationen finden sich auf www.eu-spocs.eu/pilots.

Deutscher Pilotpartner ist die Freie Hansestadt Bremen.

FOKUS wird insbesondere das Arbeitspaket „Interoperable eService Directories“ mit seinen Forschungsergebnissen aus dem Projekt „Verzeichnisbasierter Zuständigkeitsfinder“ der Forschungsgruppe Hochleistungsportale unterstützen. Schwerpunkt ist der Aufbau eines Netzwerkes von Verzeichnissen zu Leistung, Organisation und elektronischen Diensten. Dabei soll auch die Weiterentwicklung des DVDV und die Vernetzung von deutschen Aktivitäten wie Behördenfinder, Leika und Bürger-/Unternehmensservices unterstützt werden. Grundlage für die Spezifikation sowie Entwicklung von offenen Modulen ist die Nutzung von bestehenden Industrie- und Verwaltungsstandards. Darüber hinaus wird initiiert, dass die Ergebnisse auch als Grundlage für weitere nationale und internationale Projekte genutzt werden.

Zur Weiterentwicklung wird das Arbeitspaket „Interoperable eService Directories“ untersuchen, inwiefern semantische Technologien und regelbasierte Systeme aus dem Forschungsfeld Governance Portals die Umsetzung erleichtern und nachhaltiger gestalten können. Dies soll die Aktivitäten im Kontext Verwaltungsinfrastrukturen und Verwaltungsmodernisierung unterstützen.

Semantics und Policy Lifecycle

FOKUS zeigt im Kontext von Semantics die informationstechnische Unterstützung von Teilen des für SPOCS adaptierten Policy Lifecycle. Dazu werden die Domänen Weiterentwicklung Einheitlicher Ansprechpartner, Open Data / Community Netzwerk und Leitlinien Unterstützung mit Demonstratoren abgebildet. Die Domänen unterstützen direkt die strategischen Ziele der digitalen Agenda und Forschungsprogramme der europäischen Kommission zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und Einsatz von Informationstechnologie für Leitlinien (ICT PSP). Die Demonstratoren werden Anfang 2012 aufgebaut und zeigen das Potential der Verifikation von Inhalten durch Inferieren spezifischer Ontologien sowie die Leitlinienerstellung über Community Plattformen auf Basis von offenen Daten.

Partner

An dem Projekt sind 34 Partner aus 18 Staaten beteiligt. Diese sind:

  • CapGemini BV (Niederlande)
  • Bundesverwaltungsamt (Deutschland)
  • Ministerie van Economische Zaken, Landbouw en Innovatie (Niederlande)
  • Hellenic Ministry of Interior / General Secretariat of Public Administration and E-government (Griechenland)
  • Instytut Logistyki i Magazynowania (Polen)
  • SPOCS.at, österreichisches Konsortium von der Technischen Universität Graz und dem Bundeskanzleramt (Österreich)
  • InfoCamere S.c.p.A. (Italien)
  • InfoCert (Italien)
  • ATOS (Deutschland)
  • Freie Hansestadt Bremen (Deutschland)
  • Ministère du Budget, DGME (Frankreich)
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung e.V. / Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, FOKUS (Deutschland)
  • Government to You (Griechenland)
  • Ministry of Economy (Litauen)
  • LU Tudor, luxemburgisches Konsortium unter Führung von Centre de Recherche Public Henri Tudor (Luxemburg)
  • Malta Enterprise (Malta)
  • Malta Information Technology Agency (Malta)
  • Brønnøysund Register Centre (Norwegen)
  • Agency for the Public Services Reform (Portugal)
  • INOV (Portugal)
  • Turismo de Portugal (Portugal)
  • Centre for Advanced Studies on Electronic Services, E-Caesar (Rumänien)
  • Swedish Agency for Economic and Regional Growth, Tillväxtverket (Schweden)
  • Ministry of Public Administration (Slowenien)
  • Department for Business Innovation and Skills (Vereinigtes Königreich)
  • European Business Register
  • Chamber of Commerce of Avellino (Italien)
  • Intertrade Chamber of Commerce of Salerno (Italien)
  • Uni.Systems (Griechenland)
  • Enterprise Lithuania (Litauen)
  • UAB Mit-Soft (Litauen)
  • UAB Data Intelligence Systems (Litauen)
  • UAB JMSYS (Litauen)
  • ICI Bucharest (Rumänien)

Erweiterung

Die Europäische Kommission hat im Arbeitsprogramm 2010 eine Erweiterung des Projektes SPOCS vorgesehen. Im Rahmen der General Assembly am 9. und 10. November 2010 in Wien wurden die neuen Partner im Projekt aufgenommen. Nähere Informationen hierzu auf der SPOCS Webseite oder auf den Seiten des ICT Policy Support Programmes. Das vergrößerte Projekt wird noch stärker die Pilotierung und Kommunikations- sowie Akzeptanzmaßnahmen in den Blickpunkt stellen. Weiterhin wird eine verbesserte Zuarbeit für die europaweite Infrastruktur im Rahmen der Large Scale Pilots ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit den anderen Großprojekten, wie STORK, PEPPOL und EPSOS, wird genauso intensiviert wie die Vernetzung mit weiteren europäischen Projekten und Organisationen.

Förderung

Das Projekt SPOCS wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Competitiveness and Innovation Framework Programme (CIP) im Kontext des Information Communication Technologies Policy Support Programme (ICT-PSP) zu 50% gefördert. Die Projektfördernummer lautet CIP-ICT PSP-2008-2 n° 238935.

Die weiteren 50% Förderung werden aus Eigenmitteln der jeweiligen Partner realisiert.